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Aussen hui...
Ich war gemeinsam mit meiner Ehefrau als Tagungsteilnehmer der Hanseatischen Sanierungstage im November 2006 3 Tage Gast in dem Morada-Hotel Kühlungsborn (Tagung,
Übernachtung mit Frühstück).
1. Buchung
Meine Buchung über die Hotel-Homepage blieb ohne Bestätigung. Nach 3 Tagen fragte ich per email mit angehängten Bildschirmfotos der Onlinebuchung nach.
Daraufhin erhielt ich per Fax 3 Buchungsbestätigungen, für jeden Tag eine, jeweils mit unterschiedlichen Tagespreisen, wobei mein Name falsch geschrieben war und der 2.Tag
auf eine mir unbekannte Person ausgestellt war.
Nach einer weiteren email-rückfrage erhielt ich dann statt einer Entschuldigung einen vorwurfsvollen Anruf und anschließend wieder 3 Buchungsbestätigungen mit unterschiedlichen
Preisen für jeden Tag, diesmal allerdings mit zutreffenden Personalangaben.
2. Auto parken
Mein Auto musste ich auf einem kostenpflichtigen, jedoch offenen und unbewachten Parkdeck für 4 Euro pro Tag abstellen. Die überdachte untere Parkdeckebene ist nur
für Fahrzeuge bis 1,75 m Höhe befahrbar.
3. Checkin
Beim Betreten des Foyees war die Theke zunächst nicht besetzt. Nach einigem Warten erschien eine Angestellte ohne von uns Notiz zu nehmen und begann zu telefonieren.
Dann grußloses Notiznehmen und sachliche Abferigung. Keine Begleitinformationen. Frühstückszeiten und -ort mussten erfragt werden; der genannte Frühstücksraum ohne
Orientierungsangabe/Stockwerk war dann nichtssagend.Weitere Nachfragen verkniffen wir uns dann.
4. Zimmer
Doppelzimmer, Größe in Ordung. TV mit defekter Fernsteuerung. Möblierung in abgewetzter Spanplatte. Die vermutete Minibar war ein leeres Möbel ohne Innenleben.
Zur Begrüßung standen 2 lauwarme Flaschen Mineralwasser darauf, für je Euro 2,50. Rustikale Heizungsinstallation mit Aufputzrohr und kellermäßigem Drehrad-Absperrhahn.
Wäschtrockengestell lehnte idyllisch an der Wand. Wir haben es 2x auf den Balkon gestellt; es wurde vom Reinigungspersonal immer wieder in den Wohnraum zurückverbracht.
5. Bad
mit Duschkabine, Einzelwaschbecken und den Dimensionen eines Gäste-WCs (weniger als 1m² Stehfläche für das Doppelzimmer-Bad).
Einfachste Sanitärausstattung: Mischarmaturen in der Temperatureinstellung nicht beherrschbar. Extreme Temperaturschwankungen und Verbrühungsgefahr wegen extrem heißem Brauchwasservorlauf.
Brause nicht in der Wandhalterung fixierbar.
Verschimmelte Fliesenfugen in der Duschkabine.
Ungesicherte Netzsteckdose unmittelbar über dem Waschbecken.
Kein Haarföhn vorhanden.
6. Balkon
Rohbeton (kein Estrich, kein Belag), Verrostete Baustähle und Betonabplatzungen auf dem Boden, Pfützenbildung und Algenbelag. Keine Sitzgelegenheit.
7. Telefon
war vorhanden. Keine Gebühreninformation im Zimmer vorhanden. Die Telefonanlage ist nicht tonwahlfähig, deshalb war es unmöglich, meinen Anrufbeantworter zu Hause
abzufragen
8. Frühstück
100% als Buffet. Die Tische waren zunächst eingedeckt mit Kaffee in Thermoskanne. An 2 Tagen wurden abgegessene Tische nur zögerlich abgeräumt und nicht nachgedeckt,
so dass man sich entweder an Restgedecke eines abgegessenen Tisches setzen musste oder sich selbst Altgeschirr beiseite räumen und Gedecke an angebrochenen Tischen
zusammensuchen und musste. Schwarzer Tee war nur an 1 der 3 Tage (in Beuteln) vorhanden. Naturjoghurt war nie vorhanden. Die Eier waren ausschließlich hartgekocht.
Das Nachlegen des abgegessenen Rühreis erfolgte am 2. Tag nach einigem Warten und Benachrichtigen des Personals dennoch erst als ich mit dem Frühstück fertig war.
Während all dieser Ärgerlichkeiten konnte ich gleichzeitig immer wieder Personal unbeteiligt herumstehen sehen.
9. Schwimmbad und Sauna
Abends bis 21:30 geöffnet. Ein Gast berichtete mir, daß er um 21:29 Uhr ohne Vorankündigung vom Hausmeister gnadenlos aus der Sauna hinauskomplementiert wurde.
Der Herr fühlte sich im Umgangston an Jugendherbergszeiten erinnert.
10. Publikum
ausser den Gästen meiner Tagung schätzungsweise 90% Rentner.
11. Umgebung
Gepflegte Fassaden und Außenanlagen. Direkt am Strand. 10 Minuten zu Fuß zur Ortsmitte.
Fazit:
Für 3 Tage Tagungsaufenthalt waren bei ermäßigtem Übernachtungspreis von Euro 23.- die ärgerlichen Unzulänglichkeiten gerade noch zu ertragen.
Einen Urlaub möchte ich unter den vorgefundenen, ständig ärgereregenden Umständen in Verbindung mit den unverhältnismäßigen Listenpreisen nicht verbringen.
Das Hotel ist hervorragend als abschreckendes Beispiel für Schulungszwecke im Hotelgewerbe geeignet.
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